Herzlich willkommen in der Evangelischen Kirchengemeinde Kochendorf mit Plattenwald und Oedheim

© Kirchengemeinde Kochendorf

Portal Sebastianskirche

 

Wir freuen uns, dass Sie sich für unser Gemeindeleben interessieren und wünschen Ihnen viel Spaß beim „Stöbern“.

Liebe Gemeindeglieder,


auch an den kommenden Sonntagen bis einschließlich 31. Januar finden in den Kirchen unserer Gemeinde keine Gottesdienste statt.

Dem Kirchengemeinderat war bei seiner Entscheidung bewusst, dass gerade jetzt das Bedürfnis nach gottesdienstlicher Gemeinschaft besonders groß ist. Zugleich kam das Gremium mehrheitlich zu dem Schluss, dass die Verantwortung gegenüber Gemeindegliedern und Gesellschaft im Blick auf den Infektionsschutz in der aktuellen Lage schwerer wiegt.

Hier auf der Homepage finden Sie an den kommenden Sonntagen aktuelle Predigten Ihrer Pfarrerin/Ihrer Pfarrer.

Bleiben Sie gesund, unverzagt und begleitet von Gottes Segen
Ihr Pfarrer Volker Gemmrich

Gedanken zum Wochenspruch, 24.Januar 2021, Pfarrer Volker Gemmrich

„Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes“ (Lukas 13,29)

Gemeinsam zu Tisch sitzen, miteinander reden, sich austauschen und in den Arm nehmen. Die Paradiesvorstellung im Lukasevangelium wählt nicht umsonst das Bild einer Feier, um uns eine Idee vom Reich Gottes zu geben. Aber jetzt, wo uns das gemeinsame Feiern genommen ist, erscheint uns dieses Bild vom Himmel als einer fröhlichen Feier wie eine Metapher für ein verlorenes Paradies.

Auch in diesem Jahr wird es bis auf weiteres keine gemeinsam gefeierten Geburtstage und andere private und öffentliche Feierlichkeiten geben können. Auch das Beieinander-Sein-Und-Reden-Können im Anschluss an eine Trauerfeier, wird schmerzlich vermisst, wie gestern auf dem Kochendorfer Bergfriedhof erlebt.

Wann wird das vorbei sein? Für die Pandemie wissen wir das: Wenn wir Abstand halten, wenn wir uns wirksam schützen, wenn weite Teile der Bevölkerung geimpft sind.

Jesus wird hier aber gefragt: „Herr, meinst du, dass nur wenige selig werden?“ Und er antwortet: „Ringt darum, dass ihr durch die enge Pforte hineingeht; denn viele, das sage ich euch, werden danach trachten, wie sie hineinkommen, und werden’s nicht können.“ Wir ahnen es: Die Frage ist schwieriger zu beantworten als die Frage nach dem Ende der Pandemie. Fest steht nur: Wie wir leben, was wir tun und sagen, hat etwas damit zu tun, ob wir selig werden, ob wir also mal „zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.“ Ich weiß, diese Erkenntnis trägt nicht unbedingt zur Beruhigung bei – auch bei mir nicht! Aber diese Spannung gehört zum christlichen Glauben. Aber genauso gehören auch Jesusworte wie dieses dazu: „Ich bin die Tür; wenn einer durch mich hineingeht, der wird selig werden.“ Glauben und Vertrauen, auf Jesus, der für uns einsteht, wo wir auch mal so richtig daneben greifen in Worten und Taten.

Ich werde diese Türe brauchen, auf der „Jesus“ steht - und trotzdem will ich durch mein Tun und Reden weiter darum ringen, durch die enge Pforte einzugehen. Beides gehört zusammen, das eine bedingt das andere. Und dann kann es hineingehen in den Saal, in dem in der Mitte ein großer Tisch steht, an dem gefeiert wird.

Eine gute Woche wünscht Ihnen

Pfarrer Volker Gemmrich

Jahreslosung 2021

Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!
Lukas 6,36

 

Barmherzigkeit.

Liebe Leserinnen und Leser,

ich habe mit meinen Konfirmand*innen über das Wort nachgedacht.
Zuerst haben wir es mal zerlegt, was steckt da alles drin. Hier ein paar Beispiele. Vielleicht versuchen Sie sich auch darin und finden noch andere Worte.
Herz und herzig:
Von Herzen etwas tun oder jemanden von Herzen lieben, das ist etwas großer und viel mehr, als eine Sache oder ein Kätzchen herzig finden oder so.
Arm und zig.
Viele Menschen sind arm oder leben an der Armutsgrenze, andere dagegen haben zig Sachen oder zig-tausende Euro.   
Bar und bar:
wie gerne möchten wir uns mal wieder treffen, vielleicht nicht unbedingt in einer Bar, aber zum Essen. Weil wir aber nicht bar aller Vernunft sind, lassen wir das in der Coronazeit.
Barmherzigkeit.
Was ist barmherzig? Das ist schwer zu beschreiben. Leichter ist zu sagen, was unbarmherzig ist. Zum Beispiel, wenn man die niedermacht, die eh arm dran sind oder es schwer haben. Unbarmherzig ist, wenn man nicht vergeben kann oder andere fertigmacht.
Barmherzigkeit.
Ein altes, altmodisches Wort. Aber seltsamerweise wussten meine Konfirmand*innen, was es bedeutet: vergeben, sich kümmern. Und haben Beispiele gefunden:
Wenn du dein Pausenbrot vergessen hast, und jemand teilt mit dir. Wenn ich etwas angestellt habe und meine Eltern bestrafen mich nicht. Der Busfahrer mich mitnimmt, auch ohne Fahrkarte. Also ist Barmherzigkeit etwas, das ich nicht verdient habe. Gnade, die ich erfahre. Und schnell sind wir im Gespräch, dass Barmherzigkeit nicht immer gern gesehen ist: Wenn einer die bessere Note bekommt, obwohl er/ sie weniger Punkte verdient hat. Das ist dann ja auch ungerecht gegenüber den anderen. Wenn ich wegen einer Kleinigkeit bestraft werde, einmal das Heft vergessen. Der andere aber keine Strafe bekommt, obwohl der oft die Hausaufgaben nicht macht.  

Ich denke, es gibt da eine Spannung zwischen Barmherzigkeit und Gerechtigkeit. Die Gerechtigkeit, die Justitia, wird stets mit verbundenen Augen dargestellt, denn sie soll ohne ansehen der Person gelten. Bei Barmherzigkeit aber muss man auf den Mitmenschen hinsehen. Barmherzigkeit ist immer aktiv, eine Tat, die von Herzen kommt.
Ohne Barmherzigkeit wäre das Leben härter, ohne Seele.

Barmherzigkeit steht über dem Jahr 2021
Kaum ein Begriff beschreibt so treffend, was wir im vergangenem Jahr erlebt haben und vor allem, was wir in diesem neuen Jahr wieder dringend benötigen. Die Folgen des Virus, die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind schmerzhaft, traurig und zurzeit noch unübersehbar, für das öffentliche Leben genauso wie im Privaten.  
Vieles, Geplantes muss verschoben werden, und vielviele Besuche und Umarmungen müssten wir noch nachholen. Und tiefe Wunden und Risse gehen durch die Gesellschaft.

Doch gleichzeitig können wir auch auf eine Welle des „Sich-kümmerns“ zurückschauen, was mir wie ein Wunder vorkommt, diese unglaublichen Veränderungen in unserem Leben haben auch die Barmherzigkeit geweckt.
Lockdown, Zeiten, in denen wir erfahren, dass nichts mehr selbstverständlich ist. Nicht unser eigenes, gesundes Leben, nicht die Gemeinschaft mit Freunden und Freundinnen, nicht das Gemeindeleben, der Arbeitsplatz, die Schule, die Gesundheitsversorgung. Da wuchs Barmherzigkeit. Wir haben uns umeinander gekümmert, aufeinander geachtet. Ohne Ansehen der Person.
Vielleicht gelingt es uns 2021, öfter ein bisschen barmherziger zu sein – mit Politikern, Virologen, sogar mit Coronaleugnern und Impfgegnern, barmherzig sein mit den Fehlern anderer und auch mit uns selbst.
Auch ich mache Fehler. Und dann ist es gut, wenn andere mit mir nicht allzu unbarmherzig umgehen. Oder?
Seltsamerweise ist es schwer mit sich selbst barmherzig zu sein. Ich weiß heute noch Situationen, die lange zurückliegen, für die ich mich heute noch schäme. Ja, es ist schwer, sich selbst zu vergeben. Sich einzugestehen: Ja, ich habe Grenzen. Ja, ich kann nicht alles. Ich muss aber auch nicht alles schaffen! Damit Frieden zu schließen – das ist Barmherzigkeit mit sich selbst. Barmherzig sein mit sich selber und mit den anderen, wie die Jahreslosung uns sagt.
„Seid barmherzig, so wie auch euer Vater barmherzig ist.“

Gebet:
Barmherziger Gott,
Wir sehnen uns nach guten Aussichten für das neue Jahr 2021
Wir sehnen uns nach einem freundlichen Miteinander,
getragen von der Achtung vor dem anderen und Rücksichtnahme,
auch in den Schwierigkeiten, die noch vor uns sind.
Barmherziger Gott,
wo sollten wir hin mit unserer Unbarmherzigkeit
mit den Fehlern anderer und unseren eigenen Fehlern,
wo sollen wir hin,
wenn nicht du uns wie ein liebevoller Vater und eine gütige Mutter empfangen würdest?
Gott voller Gnade, gib uns Anteil an der Weite deines Herzens.
Lass uns im Jahr 2021 Barmherzigkeit finden und üben,
wie du sie uns in Jesus Christus schenkst.
Amen

Pfarrerin Brigitte Strobel




Weihnachtsgottesdienst und Kinderchor-Musical per Video aus der Sebastianskirche

In diesem Jahr kommen wir mit unserem Weihnachtsgottesdienst direkt in ihr Wohnzimmer:

Ein Klick auf diesen Link https://youtu.be/zHgINg7F_RE führt sie direkt zum Videogottesdienst in die Sebastianskirche Kochendorf.

Auch das Musical des Kinderchors, das die Kinder und Beate Hutzel für den Familiengottesdienst an Heiligabend einstudiert haben, wurde als Videoversion aufgezeichnet. Sie können es mit Klick auf diesen Link https://youtu.be/6gVZ34S0Z5M jederzeit anschauen.

 

Auf dringende Empfehlung der Dekane im Kirchenbezirk Weinsberg haben wir schweren Herzens alle geplanten Gottesdienste zu Weihnachten und Jahreswende abgesagt.

Wir wünschen unseren Gemeindegliedern und allen Mitbürger*innen frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr.

Pfarrer Volker Gemmrich

 

 

Das "gemalte" Krippenspiel

Die Kinder der Kinderkirche Kochendorf 2 gestalten jedes Jahr den Heilig Abend Gottesdienst in der St. Barbarakirche. Da das dieses Jahr nicht geht, haben sie die Weihnachtsgeschichte gemalt und präsentieren zusammen mit eigenen Musikstücken und den von den Mitarbeitenden und Pfarrer Martin Odenwälder gesprochenen biblischen Texten und Gebeten dieses „gemalte Krippenspiel“.

Hier geht's zum Video:

https://youtu.be/9-dNRH118NA

 

Noch kein sichtbarer Fortschritt bei Kirchgarten und Neubau

Schon über ein Jahr ist es her, dass wir im Kirchgarten zusammen mit Bürgermeister Frey einen symbolischen ersten Spatenstich gemacht haben. Vorgesehen war, dass wir in diesem Jahr unsere Planungen umsetzen können. Dass bis heute nichts geschehen ist, hat mehrere Gründe. Entscheidend sind dabei vor allem die nach Beseitigung des Wildwuchses sichtbar gewordenen Schäden an Wehrmauer und Kirchensockel, sowie die Auflagen der Denkmalpflege bei der Neugestaltung des Kirchgartens. Nach wie vor haben wir aber einen sehr erfreulichen Spendeneingang. Inzwischen sind rund 35.000 € zusammengekommen. Dafür allen Geberinnen und Gebern ganz herzlichen Dank!

Inzwischen hat ein Fachbetrieb den Zustand der Wehrmauer und des Kirchensockels entlang des Kirchgartens untersucht und die Schäden dokumentiert. Insbesondere an den Natursteinplatten, die als Mauerkrone die Wehrmauer abschließen, gibt es starke Verwitterungs- und Bewuchsschäden. Hier sind Sanierungsarbeiten unumgänglich. Im Oktober ist nach einjähriger Bearbeitungszeit die Stellungnahme der Denkmalpflege zu den Gestaltungsplänen eingegangen. Erfreulicherweise wurde die beantragte Installierung eines Geländers entlang der Wehrmauer genehmigt. Dieses wird zur Herstellung der Verkehrssicherheit des Kirchgartens benötigt. Schwierig gestalten sich aber die Auflagen für die vorgesehenen Erdarbeiten. Diese setzen archäologische Untersuchungen nach vorgeschriebenen technischen Verfahren voraus, die sehr kostenintensiv und schwer zu kalkulieren sind, weil im Verlauf der Untersuchungen mit Rettungsgrabungen zu rechnen ist. Der Kirchengemeinderat hat deshalb entschieden, sich vorerst nur auf die Erschließung und Sicherung des Kirchgartens zu beschränken. Vorstellbar wäre daher, dass der Kirchgarten nach den notwendigen Arbeiten an der Mauer und am Kirchensockel lediglich durch ein umlaufendes Geländer gesichert und die Fläche erst einmal mit Rasen eingesät wird. So wird der Kirchgarten für die Gemeinde zumindest zugänglich und nutzbar gemacht und dem fortschreitenden Verfall ist Einhalt geboten.

 

Beim Neubau von Pfarramt, Gemeinderäumen und Pfarrwohnung sind wir gegenwärtig in der Abstimmungsphase mit Stadtrat und Oberkirchenrat. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

  • Meldungen aus der Landeskirche

  • 25.01.21 | Begegnung schützt vor Antisemitismus

    2021 feiert Deutschland 1700 Jahre jüdisches Leben auf dem Gebiet des heutigen Deutschland. Aus diesem Anlass wirbt Jochen Maurer, landeskirchlicher Pfarrer für das Gespräch zwischen Christen und Juden, für mehr Kontakte zur jüdischen Kultur.

    mehr

  • 25.01.21 | Netzwerk „Mobilität & Kirche“

    Die evangelischen Landeskirche in Württemberg wird Teil eines ökumenischen Pilotprojekts zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen. Das Netzwerk bietet einen Rahmen, um Erfahrungen und Strategien auszutauschen oder gemeinsam Projekte zu realisieren. 

    mehr

  • 22.01.21 | Männerpfarrer Joachim Schilling im Interview

    Bei einem Livestream-Gottesdienst wird Joachim Schilling am 24. Januar in sein neues Amt als Landesmännerpfarrer eingeführt. Im Interview erzählt er, was kirchliche Männerarbeit für ihn bedeutet und was er mit seiner Arbeit für die Kirche erreichen möchte.  

    mehr